2014

Am Samstag den 17.05 und Sonntag den 18.05 waren unsere Kameraden Thorben Henne und Florian Rosenbaum mit den Feuerwehr Tauchern aus Hameln, in denen die beiden auch tätig sind und den Tauchern aus Northeim bei einer überregionalen Tauchausbildung in Nordhausen.
 
Samstagmorgen um 6Uhr ging es los, das Mehrzweckfahrzeug der Feuerwehr Holzhausen wurde beladen und es ging dann auf die Fahrt nach Hameln um die anderen Taucher abzuholen. Nachdem das Fahrzeug mit der Ausrüstung und Mannschaft bestückt war, ging es auf die Reise nach Nordhausen. Hier wurde man auch schon von den Tauchern aus Northeim erwartet. Nach einer kurzen Begrüßung ging es auch sofort los. Die besonders gute Gewässerqualität hier eignet sich speziell für sichere Ausbildungstauchgänge an der maximalen Tiefengrenze von 20m. Des Weiteren ist die Überwachung des zukünftigen Feuerwehrtauchers bei der Erfüllung seiner Aufgaben durch direktes Beobachten möglich. Für die beiden Kameraden aus Holzhausen lautete die erste Aufgabe: Gewöhnung an die besonderen Bedingungen bei „guter Sicht“, den die Einschätzung der Tauchtiefe und der Distanzen weicht erheblich von unseren „Normal“-Bedingungen ab. Dieser erste Tauchgang bot eine bisher unbekannte Artenvielfalt speziell an Flusskrebsen. Als der Tauchgang beendet war, wechselten die Taucher einmal durch und die beiden wurden nun als Signalmänner eingeteilt. Der Signalmann unterstützt den Taucher beim Ausrüsten, sichert ihn während der folgenden Überprüfung der Ausrüstung im Wasser, führt und überwacht den Tauchgang. Nach dem Essen, wurde Theorie und Knotenkunde unterrichtet. Wegen der optimalen Wasserbedingungen einigten sich die Taucher aus Hameln, den zweiten Tauchgang bei Nacht durchzuführen. In der Zwischenzeit wurde die Tauchbasis besichtigt. Nach dem Abendessen ging zum Nachttauchgang. Die Kameraden aus Northeim stellten noch einen Signalmann zur Verfügung und somit war es nun möglich das zwei Taucher aus Hameln gleichzeitig ins Wasser gehen konnten. Dieser Tauchgang war etwas schwerer, da man sich nun auf ungewohnt viele Aufgaben konzentrieren musste: Die Kommunikation mit einer Taschenlampe, ohne den anderen Taucher zu blenden, die zusätzliche Buddy- Leine mit der man mit dem zweiten Taucher verbunden war und auch noch einen Blick für seine Umgebung zu haben. Dabei gab es viele Tiere zu sehen, da diese meist nachtaktiv sind. Als auch der letzte Taucher fertig war mit seinem Tauchgang hat man sich am Lagerfeuer aufgewärmt und sich mit den Tauchern aus Northeim unterhalten und besser kennen gelernt. Am nächsten Tag wurde dann der nächste Tauchgang abgesprochen. Um 10Uhr ging es dann zum letzten Tauchgang dieses Wochenendes. Hierbei bestand die Aufgabe einen Freiwasseraufstieg bei 10m Tiefe mit Sicherheitsstop bei 3m Tiefe zu machen. Dieses klappte bei beiden Kameraden aus Holzhausen sehr gut. Wie nach jedem Tauchgang, hieß es Tauchlogbücher schreiben und Sachen zusammen packen. Danach verabschiedete man sich von den Kameraden aus Northeim und es ging auf die Reise Richtung Heimat. Nach dem Reinigen der Ausrüstung und der Herstellung der Einsatzbereitschaft waren die beiden Kameraden aus Holzhausen dann gegen 17Uhr wieder am Standort.
 
Abschließend möchten wir uns bei den Kameraden aus Northeim für das tolle Wochenende bedanken und hoffen, dass wir uns nächstes Jahr wiedersehen.
 
Ausserdem wünschen wir den beiden viel Glück bei ihrer anstehenden Tauchprüfung.
 

Die Kreisfeuerwehr führt in diesem Jahr erstmalig ein Fortbildungslehrgang zum Thema „Absturzsicherung“ durch. An dem 14 tägigen Lehrgang, der in den kommenden Jahren regelmäßig stattfinden soll, nehmen in diesem Jahr Kameraden aus sechs Kommunen des Landkreises teil. Zum Ende der ersten Woche, fanden heute praktische Übungen im Bereich der Feuerwache und der Netzwerkstatt eines Energieversorgers in Hameln statt.

An der Teilnahme ist auch unser Stefan "Zausel" Dressler beteiligt und wir wünschen ihm für den weiteren Lehrgang viel Erfolg!

Am Freitag den 24.10.2014 übte die Feuerwehr Holzhausen gemeinsam mit den Feuerwehrtauchern aus Hameln in der Pyrmonter Welle. Hier der Ausschnitt aus den Pyrmonter Nachrichten vom 28.10.2014

Was machen die Taucher im Freibad?

Einen Monat nach Ende der Freibad-Saison abends im Außenbecken der „Pyrmonter Welle“ tauchen? Das tut sich normalerweise kein Mensch an. Denn das Wasser ist längst von grünen Algen getrübt und nicht mehr warm.

Ein paar Unverdrossene zogen jetzt dennoch ihre Taucheranzüge an. Denn die Feuerwehr braucht zum Üben kein Wohlfühl-Ambiente – sind doch die Einsatzbedingungen der Ehrenamtlichen auch im Ernstfall alles andere als ideal.

Das Szenario des abendlichen Taucheinsatzes – übrigens der ersten gemeinsamen Übung von Feuerwehr-Tauchern aus Hameln und Holzhausen in der „Welle“ – erinnerte zumindest teilweise an einen ganz realen Zwischenfall aus dem Sommer 2013: Damals hatten nächtliche Besucher auf den Startblöcken des Schwimmerbeckens eine Bank-Pyramide errichtet, wobei eins der Möbel ins Becken stürzte.

Eine ähnliche Situation fanden die Übenden auch jetzt wieder vor. Nur, dass hier Tauchringe ins Wasser geworfene Arbeitsgeräte darstellten. Allerdings hatten die Regisseure – Hamelns Feuerwehrtaucher-Chef Hans-Werner Benditte und Holzhausens Ortsbrandmeister Mario Lis – sowie die beiden Taucher Thorben Henne und Florian Rosenbaum aus Holzhausen bei der Aufgabenstellung noch eine Schippe draufgelegt. Bevor die speziell ausgebildeten Einsatzkräfte ins Wasser gehen konnten, galt es noch, auf dem weiträumigen Gelände drei Jugendliche aufzuspüren. Die hatten laut Übungs-Drehbuch nämlich nicht nur im Freibad randaliert, sondern waren nach ihrer Entdeckung auf der Flucht – mutmaßlich sturztrunken – zusammengebrochen. Gemimt wurden die Randale-Kids von drei Mädchen aus der Holzhäuser Jugendfeuerwehr. Obwohl das Gelände groß, unübersichtlich und finster war, hatten die 30 suchenden Freiwilligen aus der Erwachsenen-Wehr die Jugendlichen nach einer Viertelstunde gefunden. Wohlauf, versteht sich. „Die Gebiete wurden effektiv abgesucht und die Personen schnell gefunden“, sagt Florian Rosenbaum.

Und wie lief der 20-minütige Taucheinsatz ab? „Die Sicht lag aufgrund der vielen Schwebteilchen und der Dunkelheit bei ungefähr einem Meter. Das sind sehr gute Sichtverhältnisse. Denn im Normalfall sieht man gerade noch seine eigene Hand, wenn man sie mit der Lampe anleuchtet und direkt vor die Tauchmaske hält“, erzählt der Übungsleiter. Denn die Feuerwehrtaucher trainieren regelmäßig auch in heimischen Seen. Anders als dort hatten sie in der „Welle „ nun vergleichsweise leichtes Spiel. „Denn das Becken ist ebenerdig und das Wasser nicht allzu tief“, erklärt der Feuerwehrmann.

Aufgrund einer Verletzung durfte Rosenbaum zwar selbst nicht ins Wasser. „Aber ich habe immerhin mal den Finger ‘reingehalten“, sagt er. Sein Eindruck, auch nach Gesprächen mit den Kollegen, die getaucht sind: „Die Temperatur war angenehm. Sie müsste so um die zehn Grad gelegen haben.“

Seit der Übung wissen übrigens auch die Holzhäuser Feuerwehrmänner und -frauen ohne spezielle Taucher-Ausbildung, wie man einen hilfsbedürftigen Menschen mit einfachen Mitteln aus einem Gewässer retten kann. Das demonstrierten die insgesamt sechs Taucher aus Hameln und Holzhausen noch, nachdem sie alle im trüben Becken versenkten Tauchringe auf dem trüben Wasser gefischt hatten.

 


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Quelle: Pyrmonter Nachrichten